Christine Brunnsteiner

ORF-Moderatorin

 

 

 

 

 

 

 

31. Juli 2008

Dreharbeiten mit Christine Brunnsteiner

Es ist ein drückend heißer Donnerstag Nachmittag. Nach kurzen Orientierungsproblemen im ORF-Landesstudio Steiermark finden wir Frau  Christine Brunnsteiner in ihrem Büro im zweiten Stock. Schon während der Aufbauarbeiten plaudert sie munter darauf los und beeindruckt uns gleich zu Beginn durch die sympathische Offenheit ihrer Aussagen.

Die Klimaanlage läuft im Hintergrund auf Hochtouren und mit der ersten Klappe, tauchen wir ein - in die Welt einer Frau die vom Leben nicht immer mit Samthandschuhen angefasst wurde. Nach nur wenigen Fragen wird spürbar, welche Kraft und Lebensfreude von unserer Interviewpartnerin ausströmt.

"Wenn man ganz unten - an seinem Grund ankommt, dann ist man sich selbst erst wirklich nahe"  "Wissen Sie, eigentlich bin ich gerne alleine, und genau dieser Umstand hat mir auch geholfen die schwere Zeit während der Chemotherapie zu überstehen. Ich habe mir selbst am meisten geholfen",  teilt sie uns mit einem stolzen Lächeln mit.

"Ein erfülltes Leben, ist ein Leben in dem alles enthalten ist, auch Probleme und Sorgen. Und ich kann mit 100%iger Sicherheit behaupten, dass ich ein erfülltes Leben lebe und auch immer schon gelebt habe."  

Wir unterhalten uns über ihre Buch "Brust heraus - Das Tagebuch einer optimistischen Krebspatientin". "Es war gar nicht so einfach mein Tagebuch, mit jener Klar- und Ungeschminktheit mit der ich meinen Alltag während dieser Erkrankung beschreibe auch verlegen und schließlich anderen Menschen zugänglich machen zu können", meint sie ein wenig nachdenklich.

Je länger das Gespräch dauert, umso tiefsinniger und spektakulärer werden die Antworten. Wir sprechen über Ängste, Normen und Regeln der Gesellschaft die nicht immer der Realität entsprechen müssen. „In manchen Situationen muß man einfach Masken aufsetzen, doch dann gibt es auch jene Momente in denen man sich einfach selbst genügt und die genieße ich ganz besonders“

Nach einer guten Stunde Drehzeit und einem erfgreifenden Schlußwort seitens Frau Brunnsteiner, fühlen wir uns erschöpft und gleichzeitig bereichert. Ein aussergewöhnliches Interview mit einer aussergewöhnlichen Frau.