Reinhard Damjanich
Versicherungsangestellter
23. April 2008
Dreharbeiten mit Reinhard Damjanich
Ein lauer Aprilabend. Die Sonne wirft ihre blendenden Strahlen in die geräumige Altbauwohnung im vierten Stock. Unser Blick aus dem Fenster verliert sich im schillernden Grün der Baumkronen …
"Im Pflegeheim, in dem mein kranker Vater untergebracht ist, liegt auch eine achtundfünfzigjährige, bettlägrige Dame“, eröffnet mir Reinhard Damjanich. „Immer, wenn ich an deren Bett vorbeikomme, bleibe ich für einige Momente lang stehen und streiche ihr mit dem Zeigefinger sanft über ihre regungslosen Wangen. Ich beobachte dabei, wie sich in diesen Augenblicken ein besonderer Glanz auf ihre Augen legt und manches Mal formt sich ihr starrer Mund zu einem flüchtigen und dankbaren Lächeln. Solche Momente berühren mich zutiefst und machen mich unglaublich glücklich ..."
Seit Anbeginn unseres Gespräches habe ich das Gefühl, dass meinem Gegenüber ein unaufschiebbares Anliegen auf den Lippen brennt. Er erzählt, dass sein Körper vor zwei Jahren noch 190 Kilo auf die Waage brachte, in der Zwischenzeit sei er um 65 Kilo leichter geworden. Über die seelischen Verletzungen, die unsere Gesellschaft stärkeren Menschen tagtäglich zufügt, über die Ängste, mit denen die davon Betroffenen permanent konfrontiert sind, erfahren wir in einem leidenschaftlich, emotionellen Plädoyer in den darauffolgenden Momenten.
Ob sein Leben erfüllt sei? Ja, schon ... - und doch trägt auch er noch einen großen Wunsch für dieses Leben in seinem Herzen. "Ich möchte gerne Vater eines gesunden Kindes werden ..."
