Prof. Dr. Max Haller
Soziologe
24. Juni 2008
Dreharbeiten mit Prof. Dr. Max Haller
"Am liebsten ist mir, wenn mich meine Studenten bloß mit dem Nachnamen anreden", meint mein Gegenüber zu Beginn des Interviews lächelnd.
"Max Haller, die Erste!" Der peitschende Knall der Klappe durchzuckt für einen Augenblick den kleinen Büroraum, in dem wir drehen. Breite Regale, gefüllt mit hunderten von Büchern strecken sich ehrfurchtsgebietend zur Zimmerdecke empor. Das grelle Scheinwerferlicht ist auf den bekannten Soziologen Univ.Prof. Dr. Max Haller, Verfasser von unzähligen Publikationen und Büchern, gerichtet.
Der scharfsinnige Soziologe wirkt sehr ungezwungen, ganz wie der nette Nachbar von nebenan. Er erzählt von seinen Reisen in den Osten, durch afrikanische Länder, von Interviews mit einer Reihe von Nobelpreisträgern, vom Heimweh nach den südtiroler Bergen und von der einen oder anderen Studie in Sachen Glück und Zufriedenheit.Tief berühren mich dann jene Momente, in denen Max Haller mit leiser und sehr bewegter Stimme über den Tod und das Sterben seiner Frau erzählt. Für einige Augenblicke ist mir, als bliebe die Zeit stehen. Wir verharren vollkommen regungslos und lassen die Worte, die den Schmerz eines großen Verlustes in sich tragen, ungestört verklingen ...
Ein fruchtendes Interview, das die wissenschaftliche Seite unseres Themas interessant auszuleuchten vermochte.
P.S. Ich will auch diese Begebenheit noch aufmerken, da sie doch sehr crazy ist:
Als wir unser Auto am Drehort parkten, kam eine etwa fünfzigjährige Frau mit Ihrem Hund an uns vorüber. Sie blieb stehen und verwickelte ein Mitglied vom Team in ein Gespräch.
"Darf ich Sie schocken?", fragte sie ihn schließlich. Etwas überrascht nickte dieser achselzuckend.
"Ich will mit Ihnen schlafen", eröffnete ihm die Dame wie aus der Pistole geschossen.
Das Teammitglied erkärte ihr, dass dies nicht gehe und konnte die Anhängliche nur mit Mühe wieder abschütteln ...
