Susanne Lietz
Yogalehrerin
22. Mai 2005
Dreharbeiten mit Susanne Lietz
"Wenn ich in meinen Gedanken irgend welchen Wünschen oder Träumen hinterher jage, versäume ich die wunderbaren Augenblicke, die sich mir in der Gegenwart eröffnen. Deshalb versuche ich - so gut es mir gelingt - stets achtsam und vollkommen präsent zu leben ...", eröffnet mir Susanne.
Ein sonniges Lächeln begleitet jeden Satz meiner jungen Gesprächspartnerin, die mir im aufrechten Yogasitz auf meine Fragen antwortet.
Sie sei erfüllt in ihrem Beruf als Yogalehrerin, erzählt sie mir, und wirkt dabei absolut authentisch. Dass Bücher von Jiddu Krishnamurti und Osho zu ihrer Lieblingslektüre zählen, überrascht mich dann doch sehr.
"Es ist mir wichtig, dass ich mich nicht mit anderen Menschen vergleiche und keinen Idealen hinterher laufe. Ich habe gelernt, mich so zu lieben wie ich eben bin. Mich so anzunehmen, wie ich bin. Mit all meinen Vorzügen und Schattenseiten. Und Yoga hilft mir dabei ...", erklärt sie mir lächelnd.
Susannes unorthotoxe Antworten überraschen mich immer wieder. Sie stellen meinen Fragekatalog vollkommen auf den Kopf, sodass ich mich bereits am Anfang unseres Gespräches vollkommen neu sortieren muss. Wie gut, dass auch ich die weisen Lehren Krishnamurtis kenne. Auf dieser gemeinsamen Basis ist eine inspirierende, unseren Film ungemein bereichernde Begegnung mögllch. Susanne zeigt uns an diesem Nachmittag vollkommen neue Aspekte des Glücklichseins.
Am Ende unseres Gespräches bitten wir sie noch um eine Kostprobe in der Kunst des Yoga und erleben eine anmutige Performance.
Mein Freund Roman beschrieb die junge Yogalehrerin vor diesem Interview als "diamantenes Wesen von äußerster Rarität". Wie treffend!